Faust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine MutterFaust meine Mutter

Faust meine Mutter

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Eine Tragödie publisher Reclam Verlag year firstpub sender dr fub Wie könnt Ihr sie nur küssen? Sie ist so garstig, ist so rauh! Was hab ich nicht schon alles schaffen müssen! Die Mutter ist gar zu genau. In raschen Jahren geht's wohl an So um und um frei durch die Welt zu streifen; Doch kömmt die böse Zeit heran, Und sich als Hagestolz allein zum Grab zu schleifen, Das hat noch keinem wohlgetan. Ja, aus den Augen, aus dem Sinn! Ja, unsre Wirtschaft ist nur klein, Und doch will sie versehen sein. Doch hab ich jetzt so ziemlich stille Tage: Mein Bruder ist Soldat, Mein Schwesterchen ist tot. Ich zog es auf, und herzlich liebt es mich. Es war nach meines Vaters Tod geboren. Die Mutter gaben wir verloren, So elend wie sie damals lag, Und sie erholte sich sehr langsam, nach und nach. Da geht's, mein Herr, nicht immer mutig zu; Doch schmeckt dafür das Essen, schmeckt die Ruh. Die armen Weiber sind doch übel dran: Ein Hagestolz ist schwerlich zu bekehren. Sagt grad, mein Herr, habt Ihr noch nichts gefunden? Hat sich das Herz nicht irgendwo gebunden? Das tut mir herzlich leid! Du kanntest mich, o kleiner Engel, wieder, Gleich als ich in den Garten kam?

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