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Geschichte der betrügenden Frau mit schwarzem Hahn

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Anna Katharina Hahn

Projekt Gutenberg-DE

Saft und Kraft Es handelt sich bei dieser Erzählung um die düstere Darstellung, wie der Einzug eines neuen Nachbarn das über Jahre eingespielte Verhältnis zwischen alteingesessenen Nachbarn aus den Fugen bringen kann. Die Erzählung beginnt mit einer Einführung des Ich-Erzählers in die unliebsamen Wohnverhältnisse in dem Mehrfamilienhaus. Sämtliche Frechheiten, die er in seinem Umfeld erlebt, schildert der Erzähler detailgenau und dokumentiert sie akribisch, jedoch scheint er machtlos zu sein gegen diese Art von unterschwelliger Aggression. Das Verhalten der Nachbarn ihm gegenüber gibt ihm jedoch keinen Grund zur Beunruhigung, stattdessen belächelt er einen aus Zeitungsschnipseln kreierten Drohbrief und lebt sein Leben unbeschwert weiter. Eine amouröse Bewunderung hegt der Ich-Erzähler für seine Nachbarin Sharon, eine Parfümerieverkäuferin, die oft verantwortlich ist für den doch recht penetranten künstlichen Duft, in dessen Wolke sie sich hüllt. Seine tägliche Zuwendung widmet der Erzähler, wenn er nicht im Supermarkt schwarzarbeitet, seinen beiden reinrassigen Perserkatzen Minka und Milena, die er ebenfalls auf Anraten seines guten Freundes Pit als Zuchttiere angeschafft hat. Als ein neuer Nachbar ins Haus einzieht, schlägt die Ignoranz und die feindselige Haltung, die der Erzähler sonst seinen Nachbarn gegenüber anbringt, mit sofortiger Wirkung auch auf den neuen Nachbarn über. Und nicht nur aus diesem Grund ist Malte sein wandelnder Albtraum, denn Sharon scheint Gefallen an dem neuen studierten Nachbarn gefunden zu haben. Hier wird der Protagonist mit einer unangenehmen Situation konfrontiert, in der die schöne Sharon und der neue Nachbar Malte sich miteinander vergnügen und ihn nicht einmal bemerken. Doch dem nicht genug, amüsiert sich in der Zeit, in der er sich dieser traumatisierenden Situation aussetzen muss, in seiner Wohnung Maltes Kater mit seinen reinrassigen Zuchtkatzen. Der Konflikt spitzt sich weiter zu, da durch die Befruchtung seiner reinrassigen Katzen durch Sal ein finanzieller Schaden entsteht. Angetrieben von seiner entfachten Wut fackelt der verletzte Erzähler nicht lange und stopft den Kater in eine Box, in der er ihn schnurstracks zum Tierarzt transportiert. Diesen weist er an, dem Kater operativ die Hoden zu entfernen. Hierbei spielen die Gleichgültigkeit und die Aggressivität des Erzählers eine entscheidende Rolle, denn obwohl der Tierarzt alkoholisiert ist, lässt er ihn operieren. Sowohl Malte als auch sein kastrierter Kater ziehen recht schnell wieder zurück in ein Studentenwohnheim. Hahn stellt hier einen besonders derben und bitterbösen Ausgang der Geschichte in Aussicht, indem sie erwähnt, dass Malte in Bälde die Testikel seines Katers per Post zugesandt bekommen würde. So beginnt Jägermeister mit dem täglichen Gang der Erzählerin in den Park in einer seriösen, scheinbar vertrauenerweckenden Aufmachung. Aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit ist sie gezwungen, sich eine neue Arbeit zu suchen, was in direktem Zusammenhang mit den Parkbesuchen steht. Es folgt zunächst eine ausführliche Darstellung der gepflegten Parkanlage, die nicht kontrastreicher sein könnte im Gegensatz zu dem angrenzenden, schmuddeligen Teil der Wohnsilos. Hier lässt sich eine gesellschaftliche Kritik an den unterschiedlichen Lebensräumen in der Stadt erkennen.

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